Sonntag, 11. Januar 2015

Unverwechselbar fotografieren, oder wie finde ich meinen Stil?

Seitdem ich im vergangenen Jahr angefangen habe zu fotografieren, frage ich mich ein ums andere mal, ob das, was ich mache, nicht zu uneinheitlich ist und die Porträts und Landschaftsaufnahmen nicht zu unterschiedlich erscheinen.

Andere Fotografen verfolgen konsequent ihren Stil oder eine bestimmte Formensprache. Oft werden dafür nicht nur gleichartige Motive und Inhalte verwendet, sondern es werden Apps oder bestimmte Photoshop bzw. Lightroom-Presets benutzt, um eine gewisse Unverwechselbarkeit zu erzeugen. Betrachter können so meist sehr schnell die gewohnte Stilrichtung erkennen und dem Fotografen den einzigartigen Stil zuordnen. Die ganze Kunstgeschichte wäre ohne solche typischen Stilmerkmale einzelner Künstler und Kunstrichtungen nicht denkbar.

Wenn ich mir in den Facebook-Gruppen oder bei Flickr die große Vielfalt an Stilen der verschiedenen Fotografen anschaue, dann muss ich sagen, dass es für die Betrachter nichts Schöneres gibt, als die unterschiedlichsten Inhalte und formalen Umsetzungen zu erleben. Der einzelne Fotograf hat wiedererkennbare Merkmale aus Sujet, Formensprache und Stil und kann sich so in der Masse durch Originalität oder eine bestimmte Art der Perspektive oder Farb- bzw. Schwarz-Weiß-Umsetzungen absetzen.

Ob es sich dabei immer um eine bewusste Entscheidung des einzelnen Fotografen handelt oder ob es sich im Laufe der Jahre so ergeben hat, kann ich nicht beurteilen. In jedem Fall frage ich mich, ob nicht bei solchen Fotografen, die immer nur "Lost Places" oder nur Schwarz-Weiß-Porträts fotografieren, auf die Dauer eine gewisse Ermüdung eintritt. Ermüdung beim Fotografen selber als auch bei den Betrachtern. Viele Porträts einer Kollegin finde ich von der Bearbeitung wundervoll, aber sie sind für mich kaum noch unterscheidbar, der Stil hat die Variation scheinbar geschluckt. Auch die ewig gleichen Landschaftsaufnahmen oder die Nicht-Ästhetik verlassener Abbruchhäuser würden mich als Fotografen ermüden. Aber so lange ein "Markt" bzw. Liebhaber dafür vorhanden sind, stellt sich die Frage nach der Berechtigung nicht.

Bin ich also genau in der richtigen Spur, wenn die Unterschiedlichkeit in meinen Sujets und Formen weiterentwickle, wenn ich bei einem zweistündigem Shooting vier verschiedene Looks und viele verschiedene formale Aufnahmemöglichkeiten durchspiele? Oder verhaspele ich mich als Fotograf dadurch nicht zu sehr in einer Beliebigkeit, der man nur durch oben beschriebene Stilreduktion beikommen kann?

Vielleicht sind das aber auch nur die Selbstzweifel eines Fotografen, der noch am Anfang einer Entwicklung steht. Vielleicht habe ich mittlerweile auch schon gewisse Charakteristika gefunden, die außenstehenden Betrachtern eher auffallen als mir selber. Vielleicht muss ich mir gar keine Stilvorgabe zulegen (so wie: "jetzt nur noch ältere Leute in Schwarz-Weiß fotografieren und das ganze im quadratischen Format"). Vielleicht lasse ich mich einfach weiter treiben und schaue, was das neue Jahr bringt. Vielleicht verlasse ich mich einfach auf meinen "liebevollen Blick", den ich in jedem Shooting einbringe.

Am Ende möchte ich mehr Menschen ansprechen, mehr Erfolg haben, ein großartiges Portfolio aufbauen, mich ständig verbessern. Was ich nicht möchte ist, dass mich meine Sujets irgendwann langweilen, nur weil ich denke, ich müsste einer Tendenz nachjagen oder irgendjemandem gefallen.

Ein erster Schritt ist die Neukonzeption meiner Homepage mit einem neuen Layout und einigen neu geordneten Seiten. Hier könnt ihr überprüfen, ob Euch mein "Stil" gefällt:

http://paulussen.jimdo.com

Markus Paulußen



Freitag, 6. Juni 2014

Fotobuch in Geschenkbox von Saal-Digital - ein Selbstversuch

Als Fotograf bin ich zugleich als Social Media Spezialist, Computer-Fachmann und Gestalter gefragt. In ganz unterschiedlichen Bereichen müssen und wollen wir aufstrebende Foto-Begeisterte uns heute profilieren. Dabei stehen uns nicht nur etliche Möglichkeiten der Bearbeitung und Veröffentlichung zur Verfügung, sondern auch ein riesiges Angebot an Druckerzeugnissen.

Warum aber überhaupt noch drucken?
Eine eigene Website, Facebook, Flickr und 500px bieten unendliche Möglichkeiten Fotos zu präsentieren. Dennoch sind Fotoprodukte der Renner. Scheinbar ist die Sehnsucht nach einem haptischen Produkt in einer virtuellen Welt noch sehr groß.

So habe auch ich mich entschieden, meine People-Fotos der letzten Zeit in ein Fotobuch zu bannen. Ich wollte etwas Präsentables für Familie aber auch Kunden haben. Meine Wahl fiel auf den eher unbekannten Hersteller Saal-Digital, weil dieser auch eine besondere Präsentationsbox mit anbietet.

Die Software war schnell heruntergeladen und im Mac installiert. Dämlich, dass ich jedes mal wieder eine neue Bedienungslogik erlernen muss. Vieles, was bei anderer Software möglich ist, sucht man dann in einer neuen Lösung vergebens. Und so brauchte ich erst einmal eine Zeit, um mich in der Automatik bzw. einer manuellen Eingabe zurechtzufinden. Da ich als Internetexperte gelte, ist es zweifelsohne irritierend, wenn selbst ich über Funktionen und Vorlagen ins Grübeln gerate.

In jedem Fall habe ich ein wunderbares Produkt bekommen. Mit einer schlicht schönen Vorlage konnte ich meine Porträts anordnen und bei einer Größe von 28 x 19 cm im aufgeklappten Zustand panoramartig anlegen. Auf edlem Fotopapier ohne Innenpfalz habe ich ein abwechslungsreiches Buch erstellt. Einziger Wehmutstropfen: bei den großformatigen Porträts waren selbst bei scharfen und hochaufgelösten Vorlagen die Augenpartien ein wenig schwammig. Ich kann nicht nachvollziehen, woran das lie
gt. Vielleicht sind aber die Auflösungen in dieser Qualität so gut, dass eine kleine Unschärfe nicht verziehen wird. Hier muss ich noch mehr auf die absolute Schärfe bei der Fotoaufnahme achten. Für alle andere Fotos gilt, nicht zu groß ziehen. Die kleineren Fotovergrößerungen wirken knackig und top.

Was mich aber wirklich überzeugt, ist die Präsentationsbox, die aus grauem Hardcover besteht und mit Magnetverschluss und Schaum-Inlay dem Fotobuch einen kolossalen Rahmen verleiht. Einzig hätte ich mir gewünscht, dass ich dort einen Druck, zum Beispiel des eigenen Logos, hätte anbringen lassen können. So ist die Box schlicht grau ohne Dekor. Die hier abgebildeten Fotos geben einen Eindruck.

Fazit: Wer ein sehr gutes und edles Produkt sucht, wird bei saal-digital.de fündig. Eine Lieferzeit von 1 Tag ist mir bei einem Fotobuch auch noch nicht untergekommen. Unglaublich, aber selbst erlebt. Wenn es also schnell gehen muss und Qualität gesucht wird (z.B. für Hochzeitsfotogtafie), Saal-Digital wählen.

http://www.saal-digital.de/fotobuch/



Freitag, 4. April 2014

Markus Paulußen Fotografie - Erste Schritte für ein erfolgreiches Model-Shooting

Nach mehreren Model-Fotoshootings hat sich meine Perspektive auf die Fotografie verändert. Hatte ich bisher lediglich Architektur, Blumen und Familie im Urlaub fotografiert, setze ich nun auf Gesichter. 

Für mich ist es eine ganz neue Herausforderung, die ich so bisher nicht kannte. Im wahrsten Sinne des Wortes handelt es sich um einen Perspektivwechsel, den ich mir erst nach meiner siebentägigen Auszeit zutraute. Vorher war Porträt-Fotografie für mich eine "Terra Incognita". Woher sollte ich auch so attraktive Models verpflichten, die die professionellen Fotografen immer ablichten? 

Dabei ist es gar nicht so schwer, Personen zu finden, die ihre Bereitschaft zu einem TFP-Shooting (Time for Pictures) signalisieren. Dabei muss kein Geld im Spiel sein: es kostet beide Parteien quasi "nur" Zeit, der Profit liegt in der gemeinsamen Nutzung der Fotos. Und in regionalen Facebook-Gruppen finden sich viele "Gesichter", die erste Schritte in Richtung Modeling unternehmen möchten. Manche wollen einfach nur außergewöhnliche Fotos von sich. Die kann ich, denk ich, liefern.



Wenn die Person dann noch von meinem Foto-Konzept überzeugt ist, dann kann es fast schon losgehen. Und damit wäre schon der nächste Punkt angesprochen, man braucht ein Konzept. Zumindest muss man für sich und das Model einen Rahmen festlegen, in dem das Shooting stattfinden soll. Geeignete Parameter sind dabei Ort, Zeit, Motive und kreative Ideen, die umgesetzt werden sollen. Ich schaue mir die Location vorher an und finde verschiedene Hintergründe oder Objekte (auch Skulpturen oder Bauten), die von Farbe, Struktur oder Gestalt zu einer interessanten Bildidee beitragen können. Vorbereitet zu sein, ist schon die halbe Miete.

Hat man das Model überzeugt und das Konzept sowie Treffpunkt und Zeit festgelegt, geht es darum, im Vorfeld die Wetterlage zu beobachten und die eigene Ausrüstung vorzubereiten. Am schwierigsten ist es, finde ich, dem Model zu sagen, was es anziehen soll. In Unkenntnis der Gardrobe des Models fällt es mir nicht leicht, genau zu sagen, was sie oder er zu tragen hat. Mehr als ungefähre Stilvorgaben traue ich mir noch nicht zu. Vielleicht bekomme ich mit der Zeit einfach mehr Erfahrung in Sachen Kleidung, so dass ich genauere Vorgaben machen kann. Im letzten Shooting hatte ich bunte Tücher mit, die gar nicht passten. Pech! 

Die Zwiebeltechnik scheint mir für das Outfit geeignet zu sein. Das Model trägt Jacke, Strickjacke und Top oder T-Shirt übereinander und bringt noch Tücher mit, so kann man drei bis vier Oberteile schon mal variieren. Besser ist noch ein komplettes zweites Outfit, aber das kann man von Models im Bereich TFP nicht verlangen, nur vorschlagen kann man es in der Vorbesprechung und überlegen, wo das Model sich umzieht. Bitte nicht verlangen, dass das Model sich auf einer öffentlichen Toilette umziehen soll. So etwas geht nur auf freiwilliger Basis, ist aber nicht zu empfehlen.

Und damit komme ich zum Thema Vorbesprechung. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, mich mit den Models kurz auf einen Kaffee zu treffen und neben dem optischen Eindruck auch die Eckpunkte eines Shootings zu besprechen und schon mal den TFP-Vertrag mitzubringen. Dann kann man sich beschnuppern und die Sache mit dem "Hallo erstmal... Ich bin... Das habe ich vor..." fällt beim Shooting weg. 

Zu diesen Vorbesprechungen bringe ich auch mein iPad mit und zeige ein paar Fotos, an denen ich erläutern kann, worauf es mir ankommt. Ich spreche dann gerne von Authentizität, Natürlichkeit und davon, dass das Shooting uns beiden Spaß machen soll. Auch so Sachen wie ein dezentes Make-up und nicht zu krasses Augen-Styling sollten abgesprochen werden. Und wichtig ist, je krasser die Motivwahl, desto größer muss das Vertrauen zum Fotografen sein, so etwas sollte sich einfach entwickeln und kann auch erst nach mehreren Shootings vollständig da sein. Erste Shootings habe ich mit einer Bekannten gemacht, was einen gewissen Vorteil hat.



Wichtig finde ich auch die Tatsache, dass ich die Models darauf hinweise, dass ihre Bilder anschließend von mir im Netz verwendet werden und eine kommerzielle Nutzung nur nach Freigabe jedes einzelnen Fotos erfolgen darf. Ich finde es einfach nur fair, hier mit offenen Karten zu spielen. Wenn der Vertrag unterschrieben wurde, kann man da nicht mehr aussteigen. Allerdings mache ich keine zweideutigen Fotos oder arbeite mit unseriösen Webinhalten.

Im Shooting finde ich es bedeutsam, von Anfang an behutsam und langsam vorzugehen (gerade bei Anfängern). Es bringt nichts unter Zeitdruck zu shooten. Aber auch eine Ausdehnung des Shootings über mehrere Stunden ohne Pause ist zu vermeiden. Ich habe gute Erfahrung mit einem zweistündigen Shooting gemacht mit ca. 3-4 Locations an einem Ort. 

Während des Shootings ist es für mich wichtig, die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Nichts ist schlimmer als wenn man nicht miteinander spricht und das Modell am Gesichtsausdruck des Fotografen erraten muss, wie dieser zufrieden ist. Also ist die erste Fotografen-Pflicht die Kommunikation und vielleicht auch Ablenkung vom Shooting, damit das Model die erste Verkrampfung verliert und allzu künstliche Posen erst gar nicht entstehen. Die Angst vor der Kamera muss manchen genommen werden. Dafür müssen mindestens 20 Minuten Warmschiessen vorab eingerechnet werden. 

Der Prozess des Fotografierens ist meiner Erfahrung nach ein Annähern an das optimale Bild mithilfe eines modernen Bildgebers, dem Fotoapperat. Zufall und kalkulierte Planung im Shooting sollten sich die Waage halten. Zu viel Kalkulation tötet die Lockerheit, zu viele Zufälle erzeugen den Eindruck der Beliebigkeit. Für beides bin ich als Fotograf verantwortlich. Es sei denn das Model ist Profi, dann kann sich das Ganze schon mal umkehren. Das durfte ich bisher aber noch nicht erleben.




Am Ende kann man noch gemeinsam einen Kaffee trinken und dabei die Fotos anschauen. Man sollte sein Modell aber nie mit einem Gefühl der Unsicherheit nach Hause schicken und skeptische Gedanken streuen. Auf dem kleinen Kameradisplay ein paar schöne Shoots zu zeigen, runden das Ganze insgesamt ab. Dabei sollte der Fotograf nicht zu kritisch sein. Das Model darf das.

In diesem Text wollte ich die ersten Erfahrungen mit People-Fotografie aufschreiben. In den demnächst folgenden Texten geht es um den Prozess danach, die Bildbearbeitung und die Publikation.

Freitag, 14. März 2014

Moderneres Layout

Heute habe ich den Blog auf ein neues, schickeres Layout umgestellt. Ich denke, das passt besser zu meinen Fotoprojekten. So wird ein Foto immer oben an den Beitrag geheftet. Hier als Beispiel ein Foto meines gestrigen Architektur-Shootings in Bielefeld.


Donnerstag, 6. März 2014

Getty öffnet sein Archiv und gibt 35 Millionen Bilder frei

Wie ihr hier sehen könnt, ist das Einbetten von Bildern aus dem Getty-Archiv nun vollkommen legal und wurde von Getty freigegenen. Ein Fortschritt? Jedenfalls ein Kennzeichen, dass sich die Aufassung des Urheberrechts langsam wandelt.




So gehts: Auf Gettyimages gehen, Bild aussuchen und den iframe-Quellcode in das html-Gerüst kopieren und in Euer Blog oder Eure Webseite als html einfügen. Voraussetzung, es gibt unterhalb des Bildes dieses Einbetten-Logo </>.

Hier der Code für oben stehendes Bild:
<iframe src="//embed.gettyimages.com/embed/474181621?et=H5hQ8acdMEKD68YsGI2DjA&sig=P6Rhwr8-soNOWxBX2bLvrKUYwGoWRIn6_U9-eLuj_NE=" width="594" height="456" frameborder="0" scrolling="no"></iframe>

Die Nutzungsbedingungen von Getty in Deutsch.

Samstag, 1. März 2014

Wo Fotos veröffentlichen? Facebook, fotocommunity und Flickr - welche Angebote sind sinnvoll.

Voraussetzungen

Nach den ersten erfolgreichen Shootings und der Renovierung meiner Homepage musste ich mich auch mit der Frage auseinandersetzen, welche Social Media und andere Foto-Ressourcen ich nutzen soll. Denn die Möglichkeiten des Webs sind fast unerschöpflich.

Angebote über Angebote mit viel kostenlosem Speicherplatz überbieten sich. Als Fotograf hat man die Qual der Wahl. Wurde früher das eigene Archiv nur dann geöffnet, wenn Freunde zu Besuch kamen oder man Fotos in Ausstellungen oder Cafés präsentierte, hat heute vom Schulkind bis zum Profifotograf jeder die Möglichkeit, im Netz die eigenen Werke zu zeigen. Hochladen, beschreiben, taggen fertig... kinderleicht. Nach Qualität wird nicht gefragt, eher nach kostenfreiem Volumen. Flickr bietet 1 TB kostenlosen Speicher. Wer kann da schon NEIN sagen?

Doch ich denke, an mancher Stelle muss ich als Fotograf schon mal NEIN sagen. Denn alle Plattformen kann und will ich nicht bespielen. Weder behalte ich so selber den Überblick, wo ich nach einem Shooting die Bilder hochladen soll, noch werden meine "Freunde" und "Follower" alle Plattformen nach neuen Bildern von mir durchforsten. Die sind eher froh, wenn ich nur eine Quelle nutze. Und das ist am besten die Ressource, die sie auch regelmäßig nutzen. Für mich als Fotograf stellt sich deshalb die Frage, welches sind die Bereiche, in denen ich die "richtige" Zielgruppe erreiche. Was macht wie und wo Sinn?

Dafür muss ich meine Zielgruppen erst einmal definieren. Es sind zumeist die Freunde aus dem wirklichen Leben und diejenigen, die man im Netz kennenlernt. Oft ergibt sich aus dem wirklichen Leben auch eine Netzbekanntschaft und aus Netzbekannschaften können auch reale Freundschaften oder Bekanntschaften werden. Manche dagegen sind nur reale Bekanntschaften (sie haben kein Facebook-Account), andere kenne ich nur unter Pseudonym über Twitter. Eine klar umrissene Zielgruppe kann ich also nicht identifizieren. Also brauche ich auch verschiedene Kanäle, die mir - und das ist das Neue und auch faszinierende im Web - neue Zielgruppen erschließen können.

Hier also die Medien meiner Wahl:


Homepage


Für die Visitenkarte und als Heimat der eigenen Tätigkeit würde ich die klassische Homepage bezeichnen. Sie bündelt die wichtigsten Fakten und zeigt auf ein paar wenigen Seiten das Portfolio. Hier kann ich mit freier Gestaltung von Farbe, Schrift und Form das eigene "Gesicht" prägen. Man könnte hier ein Logo entwickeln, das auch auf den anderen Plattformen präsentiert wird. Bei mir ist es mein Selbst-Porträt und der Schriftzug "markus paulussen - Fotograf und Blogger". Foto und Schriftzug tauchen bei Facebook, in der fotocommunity und auf meinen Visitenkarten auf - eine gemeinsame Klammer als Band der Wiedererkennbarkeit.
http://paulussen.jimdo.com




Blog


Ein Fotograf braucht kein Blog. Er muss nicht über das schreiben, was er macht, seine Fotos sollten für sich sprechen. Da ich aber auch gerne schreibe und meine Ideen mitteile, ist das Blog für mich eine ideale Ergänzung zur Homepage. Die Zielgruppe mag eine andere sein, ich selber aber bin Fotograf und Blogger, so ist das nun mal. Dass das Fotografieren hier immer mehr Thema wird, liegt aber in der Natur der Sache. Sie ist ja auch eine "Digitale Innovation".
http://breede.blogspot.com/



Facebook-Seite


Ich habe neben meiner persönlichen Facebook-Seite nun eine Facebook-Fotoseite eingerichtet. Zwar läuft das Ganze etwas träge an, aber je größer meine Zielgruppe wird, umso bedeutender wird diese Plattform auch für meine Kommunikation. Der Vorteil ist wirklich, dass hier die meisten "Freunde" sind, die sich nicht unbedingt aus Fotografen oder Fotobegeisterten zusammensetzen. Fotografiert man ein Model, so erweitert sich der Kreis derjenigen, die die Fotos sehen, relativ schnell um die Freunde des Models, die dann potentiell auch die Fotoseite "liken" und über die Fotos sprechen. Mir war bisher echt nicht bewußt, dass Facebook so eine Art Schneeballeffekt nach sich zieht. Manchmal kann der positiv, in dem ein oder anderen Fall aber auch negativ sein.
https://www.facebook.com/ fotopaulussen
(Euere Likes wärmen aber auch mein Herz!)



Twitter

Twitter nutze ich in jedem Fall als Infodienst meiner Wahl. Nirgendwo werde ich soll schnell und umfassend über meine Interessen und das Tagesgeschehen informiert. Ich habe dazu in diesem Blog schon geschrieben. Nun werde ich neue Fotoserien auch auf Twitter veröffentlichen. Es ist die ideale Plattform für Links zu meinen Plattformen.
https://twitter.com/omops



fotocommunity


Die fotocommunity ist die Heimat der Fotobesessenen. Hier finden sich Gleichgesinnte und Fotofreaks. Tolle Beispiele und viele Vorbilder, bei denen man sich etwas abschauen oder über Bilder umfassend diskutieren kann. Hier kommen nur meine besten Fotos hin. Aber leider nur freier Speicherplatz für 100 Fotos.
http://www.fotocommunity.de/fotograf/markus-paulussen/7194



Flickr

Wie schon oben erwähnt, ist Flickr mit dem 1TB-Speicher schon fast so etwas wie ein Backup-Speicher. Hier könnte man die eigenen Fotos sichern. Doch das mag nicht das Ziel sein. Auch hier ist es eher die Community-Funktion, die den Reiz ausmacht. Überdies hat Flickr die Oberfläche renoviert. Die Präsentation unterschiedlicher Formate sieht einfach nur klasse aus.
http://www.flickr.com/photos/55560583@N03/



Und sonst?

Darüber hinaus gibt es 500px, Google+, die model-kartei, Instagram und viele andere Dienste. Ich denke, die von mir erwähnten reichen erst einmal. Ich bin mir selbst noch nicht sicher, welche Fotos ich wo veröffentliche, was ich mehr pflege, wo ich meine Fotos präsentiere. Es wird sich ergeben, ändern und manches wird über die Zeit vielleicht auch wieder an Bedeutung verlieren. Neue Angebote werden auf uns zukommen. Schön wäre es, wenn ihr meine Facebookseite liked, denn da kann ich den Erfolg und die Reichweite direkt ablesen.


Freitag, 21. Februar 2014

Die 7-Tage-Kur

Meine Projektwoche ist jetzt 14 Tage her und ich profitiere immer noch von den abwechslungsreichen Tagen. Nicht nur, dass ich in dieser Woche schreiben, fotografieren und Ausstellungen besuchen konnte, ich habe mir vor allem das Gefühl der inneren Ruhe bewahrt. Sich in diesen Tagen einmal mit Ruhe den Dingen zu widmen, die mir wichtig waren oder die mir vorher wichtig erschienen, aber gar nicht die Bedeutung hatten, die ich ihnen zuschreiben wollte, war ein Erlebnis, dass in mir immer noch nachwirkt.

Hatte ich vorher den Eindruck immer weniger Zeit zu haben oder von Arbeit, Alltag und Ansprüchen meiner Umgebung aufgefressen zu werden, habe ich in nur 7 Tagen gelernt mich auf meine Grundbedürfnisse zu fokussieren.

Mir wurde relativ schnell klar, dass ich neben den wichtigen Dingen wie Arbeit und Familie auch Dinge unterbringen muss, die zu meiner persönlichen Zufriedenheit beitragen. So konnte ich spüren, dass mir das Schreiben im Blog und die Fotografie (besonders die People-Fotografie) zwei wichtige Fixpunkte werden würden. Und sie haben sich seither schon so in meinen Alltag eingemischt, dass sie ein positives Gefühl erzeugen und zukünftig zu meiner Zufriedenheit beitragen können. 

Nicht nur, dass ich mich jetzt intensiver um diesen Blog hier oder meine Fotos kümmere, nein, ich habe den Eindruck, dass meine 7-tägigen Projektwoche so etwas wie eine Kur war, die bestimmt Vorbild für viele andere Menschen sein könnte. Wie wäre es, wenn ich in meinem Blog "Ratschläge für eine 7-Tage-Kur zur Erreichung größerer Selbstzufriedenheit im Zeitalter großer Beschleunigung" aufschreiben würde? Eine nette Idee ;-)

Bestimmt geht es vielen so wie mir. Der Alltag tickt immer schneller. E-Mail, Verkehr, Umwelt, sozialer Druck und Ansprüche steigen und unsereins rettet sich in der Freizeit mehr und mehr ins Internet, in Games oder vor den Fernseher. Die eigenen Potentiale werden aufgegeben zugunsten einer Leistungsgesellschaft, die vermeintlich unser Leben regiert. Selbst die Schüler stehen vor Hürden, die ins Unerreichbare wachsen. G12 ist ein Weg hin zu mehr Druck, Enge und Konflikten in den Familien. Da braucht es dringend einen Weg, den jeder schnell anwenden kann. Denn Zeit haben wir ja nicht, aber die 7 Tage Besinnung kann sich jeder leisten. Jeder!

Aber was kann ich denn in den 7 Tagen erreichen? Das fragen sich vielleicht viel zunächst. Meine Antwort ist: ich kann mich auf das besinnen, was mir wichtig ist, was mir Glück bringt und was meinen Zufriedenheit steigert. Und dabei kann sich das Glück aus mehreren Komponenten zusammensetzen. 

Nehmen wir die Fotografie. Zunächst war es für mich wichtig einen festen Fotoshooting-Termin zu verabreden. Dadurch entstand Verbindlichkeit. Denn man muss sich in den 7 Tagen auch disziplinieren, sonst funktioniert die Woche nicht. Auch dadurch wurde das Fotoshooting eine Aufgabe mit professioneller Ausrichtung und erfüllte mich mit Zufriedenheit. Danach war die Bearbeitung der Bilder ein großer Genuss. Am Ende dann die Veröffentlichung und das Feedback, der Höhepunkt meiner Erfahrung und letztlich die Medizin für meine Alltagsmüdigkeit. 

Ich merke, dass Bestätigung Motivation und Antrieb zugleich ist. Jetzt muss ich den Weg weiter gehen und anderen davon erzählen und viel Fotografieren. Die neuen Visitenkarten, die umgestaltete Website und das geplante Facebook-Portal gehören dazu. Morgen geht es zu meinem 2. Fotoshooting.