Montag, 4. Oktober 2010

Ich schreibe wie Hegel ?? !!

Nachdem ich den Blogtext über das iPad bei der FAZ eingegeben hatte, sagte mir diese, dass ich wie Hegel schreiben würde.

Der Text "Veränderung erleben" klingt dagegen eher nach Peter Handke. Ob das daran liegt, dass ich im Studium früher Handke gelesen habe. Weil Handke selber Hegel liest, entsteht so ein interessanter Zusammenhang. Sachen gibt es:



Ausprobieren und wundern.

Sonntag, 26. September 2010

Veränderung erleben

Die Welt ändert sich. Wir sind dabei.

Sicherlich, Dinge ändern sich andauernd. Jeden Tag erleben wir einen anderen Tag, eine neue Geschichte. Medien transportieren Geschichten. Aber, seitdem es das iPad gibt, ändert sich die Wahrnehmung von Medien, wie vielleicht seitdem wir das Internet kennen nicht mehr.

Das, was wir als Computer wahrnehmen, steht auf einem Schreibtisch und ist uns immer fremd geblieben. Ein Gegenstand der Arbeit, distanziert von Zeitung, Buch und Fernseher. Jetzt hat das iPad die Kluft überwunden. Es erobert die Orte, die ansonsten der "Hardware" vorbehalten war, die schon unsere Eltern kannten.


Ermutigend ist auch die Tatsache, dass ein Massenmarkt bedient wird. Auch wenn Apples Politik vielfach kritisch beäugt wird, der Erfolg eines Medienwandels hängt vom Geldverdienen und dem kommerziellen Erfolg ab. Ganz entscheidend ist dieser Aspekt für eine langfristige Strategie des Kreativen. Denn Kreativität ernährt einen nur, wenn am Ende ein Euro rausspringt. Denn wir wollen ja nicht für lau arbeiten.


Darum ist die App der Frankfurter Rundschau ein richtiger Ansatz. Ein Ansatz, den wir beobachten müssen, denn hier ist die FR Vorreiter für eine ganze Branche. Ist er erfolgreich, dann schließen sich andere Verlagshäuser an und Tablets wie das iPad erobern weite Bereiche der Gesellschaft.

Schön, wenn man jetzt schon die Zukunft erleben kann.

Freitag, 24. September 2010

"Journalistisch der Sprung in eine neue Welt"

Mit der iPad-APP der Frankfurter Rundschau ist einer deutschen Zeitung ein nicht zu vermutender Start in ein neues Medienzeitalter gelungen. Das Lob ist allenthalben zu hören und folgendes Interview zeigt die Hintergünde:

http://meedia.de/nc/details-topstory/article/journalistisch-der-sprung-in-eine-neue-welt_100030468.html

Faszinierend, dass in der Reaktion mit einem Tool von Woodwing gearbeitet wird, das auf Basis von Adobe InDesign arbeitet. Ich bleibe an dem Thema dran.

Siehe auch:

http://www.justapps.de/2010/09/22/fr-kiosk-vorhang-auf-fur-die-zeitung-der-zukunft/

Freitag, 17. September 2010

Enhanced eBooks

Was sollten wir mit dem Begriff "Enhanced eBooks" anfangen? Es sind elektronische Bücher, die angereichert werden mit multimedialen Inhalten. Eigentlich ein alter Hut, gab es so etwas doch schon vor 20 Jahren als Multimedia CD-Rom. Nur sind jetzt Geräte wie das iPad auf dem Markt, die den Zugang wesentlich erleichtern.

Ich entwerfe hier mal eine Visoin, die jetzt Realität wird:
  • Träger ist weiterhin der Text (das Lesen)
  • angereichert wird der Text durch
  • Videos
  • Bilder, Grafiken
  • Comicfragmente
  • Hörstücke
  • Webseiten
  • Textanimationen (z.B. fliegende Buchstaben)
  • Minispiele
  • Apps
  • Live-Webcams
  • ...
Die Idee wäre, jetzt mal einen Prototypen zu erstellen, der im Internet wie auf dem iPad funktioniert. Zu den Enhanced eBooks siehe auch die Meldung zu Rowohlt.

Freitag, 10. September 2010

Heute noch Vision - morgen Realität

Was wir vor ein paar Jahren noch in Filmen wie Minority Report bestauen konnten oder eben noch in Avatar als Computer-Animation gesehen haben, könnte bald schon Realität werden. Der Touchscreen wird zukünftig auf vielen Oberflächen eingesetzt:

Dienstag, 22. Juni 2010

Web-Ausschreibung

... das ist doch mal eine kreative Ausschreibung:

"Sie atmen das Web, beherrschen die Web2.0-Klaviatur und neue Trends saugen Sie auf wie ein trockener Schwamm. Sie sind perfekt im Dokumentenfinish, souverän im Kundenkontakt und können vertriebsorientiert denken. Ihnen gelingt es, hochkomplexe Sachverhalte auf den Punkt zu bringen und in einer spannenden Präsentation zu verpacken: Simple, straight ... & surprising!" http://bielefeld.e-7.com/

Mittwoch, 2. Juni 2010

Wie das iPad die Gestaltung verändert

Gestaltung neu
Internet-Portale von Zeitungsmedien wie "Stern" oder "Spiegel Online" sind lange - langweilige Papyrusrollen, die sich mit dem Mausrad abrollen lassen. Sie finden sich überall im Netz und haben sich eingebürgert. So ist das halt. Das iPhone kam dagegen geschlossener daher und ließ den Gestaltern viel weniger Raum für ausufernde Designgirlanden. Alles muss fest sitzen und einfach sein. Einen Ersatz für die Darstellung auf 22 oder 24 Zoll-Monitoren, wie sie immer häufiger verwendet werden, konnten die kleinen Apps aber nie darstellen. Und sie stellen auf minimalem Raum auch keine wirkliche Alternative zur Zeitung dar.


Und jetzt kommt das iPad. Mehr als seine Konkurrenten iPhone, PC-Monitor und gedruckte Zeitung überzeugt die feste Darstellungsgröße. Ideal um zwischen Smartphone und Zeitung, zwischen Kindle ebook und PC-Monitor einen Platz einzunehmen. Die ersten Zeitungs-Apps, die auf Markt sind, überzeugen durch die Klarheit der Darstellung und die Schlichtheit der Aufteilung. So erschließt sich das Focus-App auf den ersten Blick, keine ablenkende Werbung, keine unübersichtlichen Linklisten. 

Das iPad glänzt durch die Rückbesinnung auf gestalterische Tugenden. Zeitungslayout mit iPad-Bezug. Der Vergleich eines Artikels auf der Internetseite mit dem auf dem iPad fällt zu Gunsten des letzteren aus. Ruhige Darstellung kombiniert mit festen Gestaltungsparametern dominieren das Erscheinungsbild. 

Die Integration von Animationen und Videos, finde ich, ist dagegen schon selbstverständlich. Darum überzeugt mich auch das Wired-Magazin nicht so sehr. Hauptkritikpunkt: die Schrift kann nicht vergrößert werden, Wired ist weniger flexibel als ein PDF, und die glänzen auf dem iPad ganz ganz hell - sofern man zum Beispiel den "GoodReader" verwendet, der PDFs rasend schnell, unmittelbar und überzeugend darstellt.




Einfach Dateien
Der "GoodReader" ist ein unverzichtbarer Datei-Freund, der sich an Dropbox oder die Google Docs anbinden lässt. Eine wesentliche Bereicherung der iPad-Grundausstattung. Auch hier überzeugt das App durch klare Gestaltung und einfache Bedienung, wie schon vom iPhone bekannt.

Einfachheit ist das Schlagwort, dass vielen PC-Nutzern wie eine ferne Galaxie vorkommt. Doch die Sehnsucht nach Dekomprimierung der Komplexität ist in einer rasenden Welt immer schwerer zu erreichen. Schirrmacher benennt es in der FAZ folgendermaßen: "Aber die Demokratisierung des Computers zeigt nun, dass die meisten Menschen es einfacher haben wollen und nicht ertrinken wollen in der Flut der Daten und Befehle. Also: Bequemlichkeit, Übersichtlichkeit, Virenfreiheit, auch um den Preis einer neuen Zentralregierung."



ebook Zukunft
Als Nutzer des Kindle, der Funktion noch weiter reduziert, stellt sich mir die Frage, werden ebooks mit ihrer elektronischen Tinte überleben können? Der Kindle glänzt dort, wo das iPad versagt. In der Sonne. Also, er glänzt eben nicht. Er ist im hellen Sonnenlicht gerade gut zu lesen.


Das iPad verschwindet wie die Laptops in seiner eigenen Reflexion, die auch durch eine Antireflex-Folie nicht abgemindert wird (wie ich selber feststellen musste). Der Kindle ist leichter und für das Lesen ausreichend. Das iPad setzt mit dem iBook-Store auf Simulation. Simulation von Wirklichkeit: ein Bücherregal in Ikea-Funier, Buchcover im Schrank und wirklich sehr schön blätterbare Seiten.

Hier liegt der Vorteil des iPad: er überführt die alt bekannten Gestaltungsmetaphern in die digitale Welt. Dabei kommt er uns so nahe, weil wir ihn mit dem Finger steuern. Die Berührung ist die emotionale Schnittstelle. Und die entspricht einem menschlichen Bedürfnis. Der Kindle dagegen überzeugt an anderer Stelle.